Stadtnachricht

Weidezaunprojekt Hornberg abgeschlossen

Pressetermin auf dem Rohrenbauernhof

Die Stadt Hornberg hat sich angesichts des Bewaldungsdrucks in den Außenbereichen das Ziel gesetzt, gemeinsam mit den Landwirten noch stärker in die Landschaftspflege und damit in die Offenhaltung zu investieren. Ein erster Schritt hierzu war die Erstellung eines Offenhaltungs- bzw. Mindestflurkonzepts im Jahr 2018.

Hierauf aufbauend wurde ein förderfähiges Weidezaunprojekt konzipiert. Weidezaunbau dient ganz besonders der Offenhaltung von Grünland, sowie der Erhaltung und Pflege der Kulturlandschaft. Mit dem Weidezaunprojekt sollen Anreize geschaffen werden, damit lokale landwirtschaftliche Betriebe weiterhin in die Weidetierhaltung und damit in die Landschaftspflege investieren. Über Weidetierhaltung lässt sich am kostengünstigsten Offenhaltung betreiben im Vergleich zur maschinellen Pflege von Steilhängen.

Das Land Baden-Württemberg fördert die Kosten mit 50 %. Die Förderung richtet sich nach der Landschaftspflegerichtlinie in Verbindung mit den „Hinweisen zur Förderung von Weidezäunen nach LPR für den Ortenaukreis und das LEADER-Aktionsgebiet Mittlerer Schwarzwald 2012“. Die Förderkulisse für Hornberg besteht in Form des anerkannten Mindestflurkonzepts Hornberg.

Die Stadt Hornberg als Gründungsmitglied des Landschaftserhaltungsverbands Ortenaukreis e.V. (LEV) hat beschlossen, das Projekt logistisch und durch eine 25 %-ige Kofinanzierung zusätzlich zu unterstützen. Der Gemeinderat hat deshalb im Jahr 2019 beschlossen, die Sammelantragstellung zu übernehmen. Weiterhin wurde beschlossen, teilnehmende Landwirte mit 25 % Kostenbeteiligung zu unterstützen. Die Kostenbeteiligung für verpachtete städtische Flächen wurde auf 50 % festgelegt.

Insgesamt bekundeten neun Landwirte Interesse an der Teilnahme am Projekt, indem sie 15 Parzellen mit rund 24 ha Fläche in das Projekt eingebracht haben, zur Beweidung überwiegend durch Rinder, und bei einem Betrieb durch Schafe und Ziegen. Es beteiligten sich Landwirte im Nebenerwerb und im Haupterwerb. Auch die Stadt Hornberg hat eine Fläche im Schondelgrund eingebracht.

In der Mehrzahl grenzen die offen zu haltenden Flächen an ausgewiesene Wanderwege mit zahlreichen Aussichtspunkten und sind daher aus touristischen Gründen besonders wichtig für die Offenhaltung. Sie ermöglichen aber auch für die Bewohner ein angenehmeres Klima im unmittelbaren Wohnumfeld.

Alle in das Projekt eingebrachten Flächen grenzen mit mindestens zwei Seiten an Wald und haben überwiegend eine Hangneigung von mehr als 35 %, in vielen Fällen auch über 50 %. Hier ist der Sukzessionsdruck am größten.

Mit dem Bau der Weidezäune wurde das erfahrene Unternehmen Wussler Landhandel in Gengenbach beauftragt. Insgesamt wurden Zäune mit einer Länge von 8.264 lfm gebaut. Die Gesamtkosten belaufen sich rund 80.000 €, mit einer Landesförderung von ca. 40.000 € und einer Kostenbeteiligung der Stadt Hornberg von ca. 25.000 €.

Die Stadt Hornberg setzt mit dem Projekt ein Zeichen für Landschaftspflege und Offenhaltung, für eine vielfältige Kulturlandschaft, für einen lebenswerten Lebensraum für ihre Bürgerinnen und Bürger, und für die Besucher und Feriengäste. Sie stützt damit auch die Gesamtstrategie zur Förderung des Ländlichen Raums im Ortenaukreis.

Bei einem Pressetermin auf dem Rohrenbauernhof wurde nun festgestellt, dass die Zaunanlagen zur vollsten Zufriedenheit der Eigentümer und Bewirtschafter hergestellt worden sind. Die Zaunpfähle haben eine jahrzehntelange Haltbarkeit. Ein besonderer Dank ging an Dr. Regina Ostermann, Geschäftsführerin des LEV, für die wertvolle Vorbereitung, Begleitung und Unterstützung des Projektes.

Alle Beteiligten freuen sich über den Abschluss des Weidezaunprojektes

Zufriedene Gesichter bei allen Beteiligten

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